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Strom aus der Mühle: Rückenwind für die Wirtschaft im Norden?

Datum
28.10.2015
Zeit
17:00 - 19:00
Sprecher
MUSS LEIDER AUSFALLEN! Prof. Dr. Johannes Bröcker
Zugehörigkeit
Universität Kiel
Serie
Dresdner Planerforum
Sprache
de
Hauptthema
Umwelt
Andere Themen
Umwelt, Wirtschaft, Maschinenwesen, Elektro- u. Informationstechnik
Beschreibung
Die Politik und Wirtschaft im nördlichsten Bundesland Schleswig-Holstein verspricht sich von der Energiewende und insbesondere vom Zubau der erneuerbaren Energien oftmals eine doppelte Rendite. Nicht nur werde hierzulande durch die ambitionierten Ausbaupläne der Landesregierung ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern gleichzeitig auch bedeutende Wertschöpfung und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Ob solche Erwartungen berechtigt sind, hat eine Studie des Instituts für Regionalforschung an der Universität Kiel untersucht. Sicher ist, man muss zwischen den kurz- bis mittelfristigen und den langfristigen Effekten unterscheiden. Erreicht die Landesregierung ihr Ziel, bis 2020 vier- bis fünffach so viel Strom durch erneuerbare Energien zu generieren wie das Land selbst verbraucht, so entstehen in der Spitze eine jährliche Wertschöpfung von 835 Millionen Euro und 7700 Arbeitsplätze. Dies entspricht etwa einem Prozent des schleswig-holsteinischen BIP und 0,6 Prozent der Beschäftigten. Dauerhaft bleiben nach 2020 aber nur etwa 3600 Jobs durch den Betrieb der zugebauten Anlagen. Grund für die schwache Ausbeute ist vor allem die geringe Fertigungstiefe Schleswig-Holsteins bei Windmühlen. Die Stärke des Landes liegt aber in der Entwicklung der dazugehörigen Innovationen und des Planungs-Know-how, welches weltweit exportiert wird. Johannes Bröcker hat in Freiburg im Breisgau und Kiel Wirtschaftswissenschaften studiert, wurde in Kiel 1983 promoviert und hat sich dort auch 1992 zum Thema „Numerische multiregionale Gleichgewichtsanalyse“ habilitiert. 1993 wurde er als Professor für Makroökonomie und Raumwirtschaft an die Technische Universität Dresden berufen, folgte jedoch im Jahr 2000 dem Ruf zurück an die Christian-Albrechts-Universität Kiel. Johannes Bröcker leitete dort bis Oktober 2015 als Professor für Internationale und Regionale Wirtschaftsbeziehungen das Institut für Regionalforschung. Dort forschte er zu Fragen der räumlichen Wirtschaftsentwicklung und nahm dabei insbesondere die europäische Ebene in den Blick. Spezielles Interesse galt der Infrastrukturpolitik. Johannes Bröcker forschte auch zu Fragen der Regional- und Standortentwicklung in der näheren Umgebung, in Norddeutschland und Schleswig-Holstein. Er ist Autor von zahlreichen wissenschaftlichen Artikeln und Lehrbüchern.

Letztmalig verändert: 28.10.2015, 09:28:48

Veranstaltungsort

Leibniz-Institut für ökologische RaumentwicklungWeberplatz101217Dresden
Telefon
+49 (0)351 46 79-241
Fax
+49 (0)351 46 79-212
E-Mail
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Homepage
http://www.ioer.de

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